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Normen und Richtlinien

Informationen, die Sie bei Ihrer Bestellung beachten sollten:

Vor dem Kauf sollten Sie wissen, wofür Sie den Handschuh benötigen.

Für Präzisionsarbeiten, allgemeine Arbeiten oder schwere Arbeiten. Soll der Handschuh vor Schnitten schützen, soll er vor Hitze oder Kälte schützen?

Was Sie noch wissen sollten:

Alle Angaben, Klassifizierungen und Piktogramme sind nur Empfehlungen. In jedem Fall müssen die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen der Gesetzgeber oder untergeordneter Stellen für den jeweiligen Arbeitsplatz beachtet werden. Die entsprechende PSA muss nach einer Risikoanalyse des Arbeitsplatzes/Einsatzzweckes ausgewählt werden. Wir geben Ihnen die Sicherheit, die Ihr Kunde braucht. Die von uns importierten Produkte werden seitens unserer Vorlieferanten und zusätzlich von uns durch unabhängige Prüfinstitute gemäß den gesetzlichen Vorgaben (z.B. Lebens- und Bedarfsmittelgegenständegesetz, Chemikaliengesetz) überprüft. Die ständige Weiterentwicklung unserer Produkte macht es uns möglich, die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte bestimmter Substanzen nicht nur einzuhalten, sondern diese Substanzen gänzlich auszuschließen.

Einteilung in drei PSA-Kategorien:

Nach PSA-Verordnung (EU) 2016/425 (ersetzt die alte Richtlinie 89/686/EWG) gibt es drei Kategorien von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) – abhängig  vom Gefahrenpotential, gegen das sie schützen soll:

Kategorie I - umfasst geringfügige Risiken wie z.B. oberflächliche mechanische Verletzungen.

Kategorie II - umfasst mittlere Risiken, die weder unter Kategorie I noch III 
einzuordnen sind. Schutz gegen z.B. mechanische Gefährdungen.

Kategorie III - umfasst komplexere Risiken, die zu irreversiblen Gesundheitsschäden oder zum Tod führen können, wie z.B. gesundheitsgefährdende Chemikalien, ionisierende Strahlung, Stürze aus der Höhe und vieles mehr.

RELEVANTE NORMEN ZU HANDSCHUHEN

EN ISO 21420 - Schutzhandschuhe - Allgemeine Anforderungen 
und Prüfverfahren

Diese Norm (vormals EN 420) legt die für alle Schutzhandschuhe anwendbaren allgemeinen Anforderungen und relevante Prüfverfahren zu Gestaltungsgrundsätzen, Handschuhkonfektionierung, Unschädlichkeit, Komfort und Leistungsvermögen sowie für die vom Hersteller vorzunehmende Kennzeichnung und vom Hersteller zu liefernden Informationen fest. Neben Handschuhen sind auch Handschützer wie Fäustlinge sowie Armschützer von dieser Norm hier erfasst.


EN 388 – Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken müssen für mindestens eine der Eigenschaften (Abrieb-, Schnitt-, Durchstich- oder Weiterreißfestigkeit) die Leistungsstufe 1 erreichen. 

Je höher die Ziffer, desto besser das Prüfergebnis.

Beispiel:   2  1  4  3  E  P


Bewertungsmöglichkeiten
Abriebfestigkeit
0 - 4
Schnittfestigkeit (Coupe)
0 - 5
Weiterreißfestigkeit
0 - 4
Durchstichfestigkeit
0 - 4
Schnittfestigkeit (TDM)
A - F
Stoßschutz
P
Prüfwerte nach EN 388
Level 1
Level 2
Level 3
Level 4
Level 5
(1) Abriebfestigkeit (Zyklen)
1005002.0008.000-
(2) Schnittfestigkeit (Faktor)
1,22,55,010,020,0
(3) Weiterreißkraft (Newton)
10255075-
(4) Durchstichfestigkeit (Newton)2060100150-
Die EN 388 ist ergänzt worden:

Eine Überarbeitung der Norm war notwendig, da die stetige Weiterentwicklung von schnittfesten Garnen beim Coupe-Test zu einer hohen Streuung in den Messwerten und einer schlechten Reproduzierbarkeit geführt hat. Diesbezüglich wurde das neue Prüfverfahren EN ISO 13997 unter anderem hinzugefügt. Der TDM-Test unterscheidet sich in der Klingenform, -bewegung und Krafteinwirkung der Klinge auf den Handschuh. Das Ergebnis des Coupe-Tests wird als Index und das Ergebnis des TDM-Verfahrens in Newton angegeben. Bei dem Auftreten von Abstumpfung während der Schnittfestigkeitsprüfung sind die Ergebnisse des Coupe-Tests nur als Hinweise zu verstehen, wohingegen die TDM-Schnittfestigkeitsprüfung Referenzergebnisse bezüglich der Leistung liefert. 

Als zusätzlicher Schutz (optional) kann ein Handschuh auf Schutz vor Stößen geprüft werden. Gemäß EN 388 beruhen die Leistungsstufen auf den Ergebnissen von Laborprüfungen und entsprechen nicht zwingend den aktuellen Bedingungen am Arbeitsplatz.

Prüfung nach EN ISO 13997 Level:ABCDEF
(5) Schnittfestigkeit (Newton)2510152230
(6) Stoßschutz (optional)

P = Schutz gegen Stoß gegeben

kein Wert = Schutz nicht gegeben

X = in diesem Kriterium wurde keine Prüfung durchgeführt
bzw. nicht anwendbar

Die EN 388 wurde erweitert, hinzugekommen ist die TDM-Schnittfestigkeitsprüfung nach EN ISO 13997 für Materialien, die abstumpfend auf die Klingen wirken können, z.B. Glas- und Stahlfasern. Optional: Stoßprüfung nach EN 13594 (Fingerknöchel, Handrücken und/oder Handinnenfläche).

Gemäß EN 388 beruhen die Leistungsstufen auf den Ergebnissen von Laborprüfungen und entsprechen nicht zwingend den aktuellen Bedingungen am Arbeitsplatz.

EN 511 – Schutzhandschuhe gegen Kälte

Diese Norm gilt für alle Handschuhe, die für einen Schutz der Hand gegen Konvektions- und Kontaktkälte bis -50 °C vorgesehen sind. Die Schutzfunktion gegen Kälte wird durch ein Piktogramm angegeben und von einem dreistelligen Zahlencode ergänzt.

Konvektionskältefestigkeit Leistungsstufe 0 - 4:
Bedeutet die thermischen Isolationseigenschaften, die durch eine Konvektionsübertragung von Kälte gemessen werden.
Kontaktkältefestigkeit Leistungsstufe 0 - 4:Meint die thermische Festigkeit des Handschuhmaterials im direkten Kontakt mit einem kalten Gegenstand.
Wasserfestigkeit 0 oder 1:0 = Wasserpenetration nach 30 Belastungsminuten
1 = keine Wasserpenetration
Alle Handschuhe müssen mindestens die Leistungsebene 1 für Abrieb- und Weiterreißfestigkeit erzielen.

EN 407 – Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken

Beispiel:   4  1  2  1  X  2


Bewertungsmöglichkeiten
Brennverhalten
0 - 4
Kontaktwärme
0 - 4
Konvektive Hitze
0 - 4
Strahlungswärme
0 - 4
Belastung durch kleine Spritzer geschmolzenen Metalls
0 - 4
Belastung durch große Mengen flüssigen Metalls
0 - 4

X = In diesem Kriterium wurde keine Prüfung durchgeführt.

Je höher die Ziffer, desto besser das Prüfergebnis.

EN 12477 – Schutzhandschuhe für Schweißer

Schutzhandschuhe für Schweißer werden in Ausführungen A und B unterteilt. Die beiden Ausführungen müssen in nachfolgenden Kriterien ­geprüft werden und je nach Ausführung die jeweiligen Mindestleistungsstufen erreichen.

AnforderungENTyp ATyp B
Durchstichfestigkeit
388
21
Weiterreißfestigkeit
388
11
Schnittfestigkeit
388
21
Abriebfestigkeit
388
21
Brandfestigkeit
407
32
Kontakthitzefestigkeit
407
11
Konvektionshitzefestigkeit
407
20
Schmelzmetallspritzer
407
32
Elektrische Isolation
1149-2
R≥10^6ΩR≥10^5Ω
Fingerbeweglichkeit

 420 

   1            4   
Die Handschuhe sind mit der Norm und dem Buchstaben der Ausführung zu kennzeichnen: z.B. EN 12477-A  oder  EN 12477-B. Die Anforderungen der Ausführung A sind höher als die der Ausführung B.

EN ISO 374 – Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen

Diese Norm legt die Grundanforderungen fest, die der Handschuh gegen Chemikalien und/oder Mikroorganismen erfüllen muss und definiert die Begriffe. 


EN ISO 374-5 – Schutzhandschuhe gegen Mikroorganismen

Ein Chemikalien-Schutzhandschuh, der mit diesem Piktogramm gekennzeichnet ist, kann vor bestimmten Bakterien und Pilzen schützen. In dieser Norm wird ein Prüfverfahren für den Widerstand bei Handschuhen gegen Penetration, die gegen Mikroorganismen schützen, beschrieben. Der Handschuh wird mit Wasser und Luft befüllt und geprüft, ob Wasser oder Luft austritt. Die Ergebnisse werden als höchste Anzahl fehlerhafter Handschuhe je 100 Stück ausgedrückt und in der annehmbaren Qualitätsgrundlage (AQL) beschrieben. Ein Handschuh wird als beständig gegen Mikroorganismen angesehen, wenn er mindestens dem Niveau 2 bei der Prüfung gegen Penetration entspricht.


LeistungsstufeAQL
Niveau 1< 4,0
Niveau 2< 1,5
Niveau 3< 0,65


EN 374-1 – Schutzhandschuhe gegen gefährliche Chemikalien 

Ein Chemikalien-Schutzhandschuh, der mit dem Piktogramm Erlenmeyerkolben gekennzeichnet ist, ist gegen bestimmte Chemikalien aus einer Liste geprüft. Die Kennbuchstaben der Chemikalien sind Bestandteil der Kennzeichnung des Handschuhs. Die Handschuhe können eine begrenzte Zeit eingesetzt werden, alle Informationen dazu finden Sie in der Herstellerinformation.

Beispiel der Kennzeichnung nach der Norm EN 374-1

Ein Piktogramm – 3 Handschuhtypen

 Kennzeichnung                       Anforderungen

Schutz nach EN 374 (Typ A)

Mindestdurchlaufzeit ≥ 30 Minuten für
mindestens 6 Chemikalien aus der Liste der festgelegten Prüfchemikalien
Schutz nach EN 374 (Typ B)

Mindestdurchlaufzeit ≥ 30 Minuten für
mindestens 3 Chemikalien aus der Liste der festgelegten Prüfchemikalien
Schutz nach EN 374 (Typ C)

Mindestdurchlaufzeit ≥ 10 Minuten für
mindestens 1 Chemikalie aus der Liste der festgelegten Prüfchemikalien
Kennzeichnung nach EN ISO 374-5

Schutzhandschuhe mit Schutz vor Bakterien + Pilzen werden mit dem Piktogramm MIKROORGANISMUS gekennzeichnet, siehe rechts
Besteht darüber hinaus auch Schutz gegen Viren, darf und muss der Handschuh mit dem Piktogramm plus "VIRUS" versehen werden, siehe rechts

EN 374 – Liste der definierten Prüfchemikalien

Code-BuchstabeChemikalienCAS-NummerStoffklasse
AMethanol
67-56-1
Primäralkohole
BAceton
67-64-1
Ketone
CAcetonitril
75-05-8
Nitrilverbindungen
DDichlormethan
75-09-2
Chlorkohlenwasserstoffe
ESchwefelkohlenstoff (Kohlenstoffdisulfid)
75-15-0
Schwefel mit Anteilen organischer Verbindungen
FToluol
108-88-3
Aromatische Kohlenwasserstoffe
GDiethylamin
109-89-7
Amine
HTetrahydrofuran
109-99-9
Heterozyklische und Ätherverbindungen
IEssigsäureethylester (Ethylacetat)
141-78-6

Ester

Code-BuchstabeChemikalienCAS-NummerStoffklasse
Jn-Heptan
142-82-5
Gesättigte Kohlenwasserstoffe
KNatriumhydroxid 40 %
1310-73-2
Anorganische Base
LSchwefelsäure 96 %
7664-93-9
Anorganische Säure, oxidierend
MSalpetersäure 65 %
7697-37-2
Anorganische Säure, oxidierend
NEssigsäure 99 %
64-19-7
Organische Säuren
OAmmoniak 25 %
1336-21-6
Organische Basen
PWasserstoffperoxid 30 %
7722-84-1
Peroxide
SFlusssäure 40 %
7664-39-3
Anorganische Säure
TFormaldehyd 37 %
50-00-0
Aldehyde

EN 16350 - Schutzhandschuhe - Elektrostatische Eigenschaften 

Diese Norm stellt zusätzliche Anforderungen an Schutzhandschuhe, die in explosiven Umgebungen getragen werden, auf. Sie spezifiziert ein Prüfverfahren sowie Anforderungen an die Leistung, Kennzeichnung und Informationen zu elektrostatisch ableitfähigen Schutzhandschuhen, um das Risiko einer Explosion so gering wie möglich zu halten. 

Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 

Schutzhandschuhe, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, müssen so beschaffen sein, dass sie unter normalen oder vorhersehbaren Bedingungen keine Bestandteile auf die Lebensmittel übertragen, die die menschliche Gesundheit gefährden können. Das Glas-Gabel-Symbol bestätigt die Eignung für den Lebensmittelkontakt und die Unbedenklichkeit der Schutzhandschuhe hinsichtlich ihres Migrationsverhaltens und ihrer Inhaltsstoffe bei direktem Kontakt mit Lebensmitteln.

RELEVANTE NORMEN ZU SCHUHEN

EN ISO 20345 – Persönliche Schutzausrüstung - SICHERHEITSSCHUHE

Symbole und ihre BedeutungS 1S 2S 3S 4S 5
Zehenschutzxxxxx
Ölbeständige Sohlexxxxx
Wasserundurchlässig


xx
Antistatischxxxxx
Schlagdämpfung Fersexxxxx
Wasserbeständig
xx

Durchtrittsichere Sohle

x
x

Bedeutung der Zusatzanforderungen / Rutschhemmung (Symbole)

PDurchtrittsicherheit
CLeitfähige Schuhe
AAntistatische Schuhe
HIWärmeisolierung
CIKälteisolierung
EEnergieaufnahmevermögen in Fersenbereich
WRUWasserdurchtritt und Wasseraufnahme des Schuhoberteils
HROVerhalten gegenüber Kontaktwärme
SRARutschhemmung auf Boden aus Keramikfliesen mit SLS
SRBRutschhemmung auf Stahlboden mit Glycerol
SRCRutschhemmung auf Boden aus Keramikfliesen mit SLS und auf Stahlboden mit Glycerol
ESD ()ESD-Sicherheitsschuhe verhindern Schäden durch elektrische Entladung. Teure Geräte werden so vor Defekten oder Störungen geschützt, die sonst durch eine schlagartige Ladung entstehen könnten. ESD-Schuhe werden mit dem Symbol gekennzeichnet, wenn der elektrische Durchgangswiderstand des Systems Personen-Schuh-Fußboden nach EN 61340-5-1 (Verifikation) unter 3,5 x 107 Ohm bzw. 35 MOhm liegt.


RELEVANTE NORMEN ZU BEKLEIDUNG

EN ISO 20688 - Schutzkleidung - Allgemeine Anforderungen

EN ISO 20471 - 
Hochsichtbare Warnkleidung

DIN EN ISO 20471 ist die Standardnorm für hochsichtbare Warnkleidung. Anhand der Mindestflächen an fluoreszierendem Hintergrundmaterial bzw. reflektierendem Material ergeben sich folgende drei Klassen:

MaterialKlasse 1Klasse 2Klasse 3
Fluoreszierend0,14 m²0,50 m²
0,80 m²
Reflektierend0,10 m²
0,13 m²
0,20 m²

Das oben ersichtliche Piktogramm wird durch das Ergebnis der Prüfungen in Form der erreichten Klasse ergänzt - dabei stellt die Klasse 3 die höchste und beste Stufe dar, da sie die größte Fläche an fluoreszierendem und reflektierendem Material bietet.

DIN EN 343 – Schutzkleidung – Schutz gegen Regen

Diese Norm legt Anforderungen und Prüfverfahren für die Eigenschaften von Kleidung zum Schutz gegen Niederschlag (z.B. Regen, Schnee), Nebel und Feuchtigkeit fest. Wichtigster Punkt hierbei ist die Wasserdichtheit, gefolgt von der Fähigkeit Wasserdampf (z.B. Feuchtigkeit aus Schweißverdampfung des Trägers) hindurchzulassen, was den Tragekomfort erhöht. Dem Piktogramm werden die erreichten Klassen hinzugefügt - je höher die Klasse, desto besser.

Wasserdichtheit: Wasserdurchgangswiderstandsklasse 1 - 4 möglich

Atmungsaktivität: Wasserdampfdurchgangswiderstandsklasse: 1 - 4 möglich

Optional Wasserdichtheit eines Kleidungsstücks im Regenturm geprüft: 
Wasserdurchgangswiderstandsklasse 1 - 4 möglich


Wichtige Pflegesymbole und ihre Bedeutung

Wichtige Hinweise für Schutzkleidung

Verschmutzte Kleidung kann zu einer Verringerung des Schutzes führen und wenn zu diesem Zeitpunkt das Kleidungsstück unerklärlich beschädigt, verschmutzt oder verunreinigt ist, sollte es umgehend ersetzt werden. 

Beachten Sie die im Kleidungsstück eingenähten Pflegesymbole, siehe oben.

Beachten Sie die jeweiligen, beiliegenden Verbraucher- und Produktinfomationen (sofern zutreffend).

RELEVANTE NORMEN ZUM AUGENSCHUTZ

EN 166 - Persönlicher Augenschutz 
Anforderungen

EN 170 - Persönlicher Augenschutz
Ultraviolettschutzfilter, Transmissionsanforderungen und 
empfohlene Anwendung

EN 172 - Persönlicher Augenschutz
Sonnenschutzfilter für den betrieblichen Gebrauch

EN 175 - Persönlicher Schutz
Geräte für Augen- und Gesichtsschutz beim Schweißen und bei 
verwandten Verfahren

RELEVANTE NORMEN ZUM ATEMSCHUTZ

EN 136 - Atemschutzgeräte - Vollmasken
Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung

EN 140 - Atemschutzgeräte - Halbmasken und Viertelmasken
Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung

EN 143 - Atemschutzgeräte - Partikelfilter
Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung

EN 149 - Atemschutzgeräte - Filtrierende Halbmasken 
zum Schutz gegen Partikeln 
Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung

Die Prüfung umfasst u. a. folgende Kriterien:

• Gesamtleckage
• Filterdurchlass
• Atemwiderstand

Schutzklassen FFP1, FFP2 und FFP3:

FFP1: Bieten einen Schutz vor groben gesundheitsgefährdenden
Partikeln bis zum 4-fachen des Grenzwertes (AGW)

FFP2: Bieten einen Schutz gegen gesundheitsgefährdende
mindergiftige, feste und flüssige Partikel bis zum 10-fachen
des Grenzwertes (AGW)

FFP3: Bieten einen Schutz gegen gesundheitsgefährdende giftige,
feste und flüssige Partikel bis zum 30-fachen des Grenzwertes (AGW)

FFP = Filtering Face Piece

AGW = Arbeitsplatzgrenzwert

EN 14387 - Atemschutzgeräte - Gasfilter und Kombinationsfilter

Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung

Kennzeichnung der Atemfilter


TypFarbeAnwendungsbereich
ABraunOrganische Gase und Dämpfe, Siedepunkt > 65 °C
BGrauAnorganische Gase und Dämpfe
EGelbSaure Gase (z.B. Schwefeldioxid, Salzsäure)
KGrünAmmoniak
AXBraunOrganische Dämpfe, Siedepunkt ≤ 65 °C
HG-P3Rot-WeißQuecksilber


RELEVANTE NORMEN ZUM GEHÖRSCHUTZ

EN 352-1  -  Gehörschützer
Allgemeine Anforderungen - Kapselgehörschützer

EN 352-2  -  Gehörschützer
Allgemeine Anforderungen - Gehörschutzstöpsel

EN 352-3  -  Gehörschützer
Allgemeine Anforderungen - an Kopfschutz und/oder Gesichtsschutzgeräten befestigte Kapselgehörschützer


L-Wert:Schalldämmung im Niederfrequenzbereich ca. 63-500 Hz
M-Wert:Schalldämmung im mittleren Frequenzbereich ca. 500-4000 Hz
H-Wert:Schalldämmung im Hochfrequenzbereich ca. 4000-8000 Hz
SNR-Wert:Durchschnittliche Schalldämmung über den gesamten
Frequenzbereich (63-8000 Hz)

Als Bewertungsgrundlage von Gehörschutzprodukten steht der „SNR-Wert“.

SNR steht für: Single Number Rating. Dieser Wert gibt an, um wie viel dB ein
Gehörschutzprodukt den Schallpegel dämmt.

Die Lärmrichtlinie 2003/10/EC schreibt Arbeitgebern vor, ihren
Angestellten Gehörschutzprodukte zur Verfügung zu stellen, wenn der
Schallpegel am Arbeitsplatz 80 dB(A) beträgt. Ab 85 dB müssen Gehörschutzmittel zur Verfügung gestellt und getragen werden.


WEITERE INFORMATIONEN / NORMEN + STANDARDS

OEKO-TEX® STANDARD 100 


Eines der bekanntesten Label für schadstoffgeprüfte Textilien. Mit STANDARD 100 Label können Sie sich darauf verlassen, dass alle Bestandteile auf Schadstoffe geprüft wurden und der Artikel humanökologisch unbedenklich ist.


EN 397 - Industrieschutzhelme

Anforderungen an Schutzfunktion von Industrieschutzhelmen

EN 14404 - Persönliche Schutzausrüstung - 
Knieschutz für Arbeiten in kniender Haltung


EN 13758 - Textilien - Schutzeigenschaften gegen 
ultraviolette Sonnenstrahlung

Und ... was bedeutet eigentlich ... GAUGE ?

Die "Feinheit" von Strickwaren wird durch den Gaugewert angegeben. 
"Gauge" (abgekürzt gg) kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Teilung“. Der Wert beschreibt die Anzahl der Maschen pro Zoll (= 2,54 cm) des Gewebes - je höher der Wert, desto feiner das Garn und desto mehr Maschen pro Zoll = höhere Feinheit der Handschuhe = höhere Fingerfertigkeit in der Anwendung!

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